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Historisches zum Verein "Heimat" |
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Ein Beitrag von Günter Metzler Die Anfänge des Vereins - als Verein "Heimat" gegründet - wurden am Standort östliche Grenzstrasse gemacht. Das nachstehende Bild zeigt eine Aufnahme aus den 20er Jahren. ![]()
Der Fotograf stand am Nordhang des Bahndammes. Am oberen Bildrand sind die Häuser
der Oberfrohnaer Strasse zu sehen. Ganz rechts sieht man das Vereinshaus, links
die Grenzstraße, unten den Spielplatz für Kinder mit Buddelkasten. Als einziges
Zeugnis dieses Vereins steht heute noch das ehemalige Vereinshaus (ein Holzhaus),
welches durch einen Anbau erweitert wurde und jetzt als Wohnhaus dient. ![]()
Die Wasserversorgung erfolgte ausschließlich durch Brunnen. Einer davon liegt noch
heute auf dem Gelände der Garagengemeinschaft. Im Zuge der Wohnhausbebauung an der
Rödenteichstrasse wurden die Kleingärten umgesiedelt auf das derzeitige Areal
südlich des Bahndammes. Das ehemalige Kleingartengelände wurde später als öffentlicher
Park genutzt, wobei ein Teil der Obstbäume in die Gestaltung der Grünflächen
einbezogen wurden. Heute befindet sich dort ein Garagenhof. Das neue Grundstück
gehörte zuvor Herrn Herford, der auch Besitzer des Oberen Rittergutes war. Er hatte
bei der Gemeinde Rabenstein hohe Schulden. So kam die Gemeinde mit geringem Aufwand
zu neuem Boden für die Kleingartenfreunde. Die damaligen Kleingärtner hatten zum Teil
einen schlechten Tausch gemacht, denn auf dem überwiegend sumpfigen Gelände war kaum
eine dürftige Heuernte möglich. Um den hohen Grundwasserstand beherrschen zu können,
mussten vielerorts Brunnen gegraben werden. Der größte davon war allen zugänglich und
hatte eine Schwengelpumpe. Er dient heute noch der Speisung des Naturteiches des
Vereins. Die Gärten 7 bis 16a leiten das Wasser über ein Drainagegraben in den Goldbach
ab. Bis zum Kriegsende 1945 hatte die Anlage nur ein Drittel ihrer jetzigen Größe.
Im Norden bildete der Bahndamm die Grenze, an der Westseite reichte der Wald bis an
die Gärten Nr. 75 bis 81 und im Süden bis an den Hauptweg, der zur Schaftreibe führt.
Die Urbarmachung des Geländes war ein jahrelanger Prozess, der erst zum Kriegsende
beschleunigt wurde. Die Randgärten 7 bis 16a wurden zum Teil zur Hühnerhaltung genutzt.
Der Anbau von Kartoffeln und Gemüse war für viele Familien überlebenswichtig.
Im Garten Nr. 11 züchtete Hans Dietrich Bienen. Durch die Bebauung der Rödenteichstrasse
wurde auch eine neue Mülldeponie gebraucht. Die Gärten entlang der Weigandstraße
sind alle auf Müll angelegt, dazu auch ein Teil von 7, 25, 38 und 39.
Zum Anlegen der Gärten 15 bis 19 sowie 51 bis 57 musste erst der Damm der alten
Forststrasse abgetragen werden. Da es lehmiger Boden war, eignete er sich gut zum
Auffüllen der Sumpflandschaft. Ein Rest dieses Dammes ist noch im Garten Nr. 11 zu
sehen wo die "öffentlichen" Fichten stehen. (Dieser Damm war ein Rest der alten Forststrasse,
die vor dem Bau der Bahnlinie ab ehemalige "Zafa" geradeaus führte.)
Für die Urbarmachung der Gärten 39 bis 49 sowie 20 bis 25 waren umfangreiche
Entwässerungsarbeiten notwendig. Vom Garten Nr. 24 aus wurde der Goldbach durch
Rohre geleitet. Der Schroth vor Garten Nr.3 erfasst auch Abwasser aus südwestlicher
Richtung. In einem der Gärten Nr. 45 oder 47 müsste sich ein weiterer Schroth befinden
(ein Eindruck aus meiner Kindheit). Zu Zeiten des Umzuges und der Umbenennung des
Vereins war der Bau eines Gartenheimes, wie an der Rödenteichstrasse zurückgelassen,
nicht möglich. Es reichte nur für einen primitiven Holzschuppen für gemeinschaftlich
genutzte Geräte wie Schubkarren, Leiter- und Kastenwagen sowie Gartengeräte.
Lediglich an der inneren Stirnseite war ein wenig Platz vorhanden für einen Biertisch
auf Schlackenboden. Seit des Umzuges 1936/37 haben die Besitzer der Gärten oft
gewechselt. Nur noch wenige Gärten werden von den Kindern der damaligen Anleger
noch heute bewirtschaftet. So zum Beispiel die Gärten Nr. 6, 7, 16, 22, 24 und 25. | |
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